Tradition verpflichtet! - Tradition

 

Unter dem Stichwort Tradition verbirgt sich eine detaillierte Aufstellung unserer Vereinsgeschichte bis zum 100- jährigen Bestehen 2006. Die ersten 50 Jahre wurden von unserem Sportskamerad  Eduard Bovensiepen im Jubiläumsjahr 1956 zusammengestellt und auf unserer Webseite entsprechend übernommen. Die weiteren 50 Jahre unserer Vereinsgeschichte wurden durch viele Recherchen, viel Arbeit und durch die Mithilfe vieler Altborussen erstellt. Um noch einmal auf die Werte unserer geliebten Borussia zu schauen, möchten wir an dieser Stelle das Schlusswort der Jubiläumsschrift von 1956 zitieren:

 

Schlussworte:

 

Bevor diese Betrachtung geschlossen werden, seien doch noch die Stunden erwähnt, die über die sportlichen Interessen hinaus der Pflege des Gemeinschaftssinnes gewidmet waren. Die nicht mehr wegzudenkenden Weihnachtsfeiern, Jubiläumsfeste, die Aufstiegsfeiern und fröhliche Zusammenkünfte einzelner Mannschaften brachten die Vereinsmitglieder sowie ihre Angehörigen einander näher und schufen ein Band, das bei aller Ernsthaftigkeit der sportlichen Arbeit bewies, dass man dieser ernsthafte Arbeit auch in schweren Zeiten mit Freude und Frohsinn leisten kann.

 

Es muss auch an dieser Stelle noch betont werden, dass wir nur wenige der verdienten Sportkameraden im Text erwähnen konnten. Jeder, der schon einmal hinter den Kulissen eines großen Sportverein gesehen hat, wird wissen, dass es einer großen Zahl von Idealisten bedarf, um den Sportbetrieb erfolgreich durchführen, die Namen aller dieser Sportkameraden in einem Anhang zu dieser Vereinsgeschichte festzuhalten.

 

In der Überzeugung der Erfüllung eines hohen Ideals ist der Sportverein Borussia 06 nun fünf Jahrzehnte durch die Zeiten geschritten. Freude am Erfolg haben uns dabei ebenso wie die Bitternisse schwerer Zeiten begleitet. Das werden des deutschen Sportes ist nun einmal mit der ganzen geschichtlichen Entwicklung unseres Volkes verbunden. Wir alle wissen heute und tragen in uns die Erkenntnis, dass Glück und Wohlstand im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts, in der sich auch die Gründung unseres Verein s vollzog, unser Volk nicht auf die Höhe des Daseins führen konnten. Die blendenden Lichter jener goldenen Jahre waren Irrlichter. Zwei große Kriege mit Ihren Schrecknissen und ihrer Not sind über uns hinweggegangen. Wir alle fühlen, dass uns die Sorge an die Hand genommen hat und die deutsche Sehnsucht nach der Einheut unseres geteilten Vaterlands irrt unstet zwischen schweren Hemmungen und Widersprüche unseres Leben. Vielleicht schaffen nun Unglück und Not, was Glück und Wohlfahrt nicht konnten: eine Gedanke- und Herzensgemeinschaft unseres ganzen Volkes trotz der Trennung. Wie aber auch das Schickzahl die deutschen Dinge verwehen wird, es wird und muss eine fadenscheiniges Gewebe bleiben, wenn wir nicht selber dazu tun, was festhält in Sturm und Not. Hierzu gehören der einsenfeste Wille, Treue und Begeisterung oder aus der Vergangenheit angeht.

 

In der freud- und leidvollen Mithilfe der körperlichen und seelischen Erneuerung unseres Volkes liegt die hohe Berufung unseres Sportlers. Hieraus ergibt sich auch die Aufgabe, die wir im Sportverein Borussia als bewusstes Glied einer unlösbaren Kette gestellt haben. Wir wollen und wir müssen hier in unserer Vaterstadt Velbert den Gedanken des Sportes, des sportlichen Spiels weiter pflegen und tragen. Mögen sich daher auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in unseren Reihen immer wieder Männer zu finden, die bereit und in der Lage sind, zur Ehren des Sportes, zur Ehre unseres Vereins und damit auch zur Ehre unserer Heimatstadt zu arbeiten. Nehmen wir die Erkenntnis mit auf den Weg, dass der deutsche Sport in seiner Gesamtheit schließlich einst unter schwierige Verhältnisse geboren worden ist. Heute wissen wir alle, dass jedoch die Geschichte des Sportlers und des deutschen Fußball nicht tot ist, sondern mit uns und neben uns herläuft. Die hohen Ziele, die wir uns gestellt haben, stehen dabei leuchtend über der Brandung der deutschen Not. Die Leistungen des Sportes wachsen, weil vom Fortschrittswillen und Gemeinschaftsgefühl getragen sind.

 

Treu in der Rastlosigkeit und von ungebeugten Zukunftswillen wollen wir im Sportverein Borussia auch weiterhin unseren Weg suchen. Wir wissen, dass die Gegenwart und damit auch die Zukunft mit uns ist. Gehen wir heran mit Zuversicht und Selbstvertrauen und mit tausend Hoffnungen in das zweite Halbjahrhundert.

 

Velbert, im Jubiläumsjahr 1956

 

Der Vorstand

 

 

 

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