Tradition verpflichtet! - Die Gründung

 

Nachdem das Fußballspiel in Velbert bekannt geworden und im Jahre 1902 zur

Gründung des V.F.C. geführt hatte, fand diese Sportart immer mehr Anhänger, für die der Verein am Ort natürlich keine Betätigungsmöglichkeit bieten konnte. So bildeten sich überall Gruppen von jungen Menschen, die Fußball spielen wollten. Diese Gruppen hatten noch kein Vereincharakter. Zur Gründung eines neuen Verein  gehörte auch in jenen Jahren Mut, zumal dann, wenn der Verein einen Sport pflegen wollten, von dem damals noch nicht wissen konnten, dass er einmal zur beliebtesten Sportart Deutschlands werden würde. 

Aus einer solchen Gruppe von Fußballbegeisterten Jugendliche, die von Fritz und Joh. Brus, Ernst und Wilh. Eickelmann, Fritz Eigemann, Heinrich Nöckel, P. Bürger, P. Schlösser, W. Voigthaus, K. Raukamp und Felix Kupczak gebildet wurde, ging auch der Sportverein BORUSSIA hervor, der am 09.09.1906 im Lokal R. Böhmer am Dalbecksbaum gegründet wurde.
 

 

 

Die Aktivität des jungen Verein unter der Leitung von F. Kupczak gewann schnell Freunde, so unter anderen Fritz Weber und eine Gruppe ebenfalls Fußballbegeisterte Sportler, die unter den „ Rhenania „ ihren Sport nachgingen. Mit dieser Gruppe kamen die Sportkameraden Mühlenbach, Opfermann, Stepfani, Klippel, die Gebrüder Kunze, Viehl, Schirmacher, Schönenberg und Hackländer zur Borussia. Sie muss man auch zu den Mitgründern zählen, denn durch ihren Eintritt wurde die Aufnahme des Spielbetriebs ermöglicht. Die Anfangsschwierigkeiten waren nicht sportlicher, sondern finanzieller Art. Die Gründer konnten noch nicht Wissen, dass die Finanzsorgen den Verein in den nächsten 50 Jahren immer mehr oder weniger großen Umfang nie vollkommen verlassen sollten. Diese Sorgen hatten und haben fast alle Fußballvereine und ohne die Opferbereitschaft von Mitgliedern und Gönnern ist ein Verein nicht zu halten. So war es auch in den Gründerjahren der „Borussia“, der allerdings in den Sportkameraden Kotterheidt ein Förderer erwuchs, der viel zur Behebung der Sorgen beitrug. 1907 übernahm er auch den Vorsitz, nachdem F. Kupczak zum Wehrdienst einberufen wurde. Wegen seiner Verdienste wurde Sportkamerad Kotterheidt später zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Den ersten Sportplatz richtete der Verein auf einem von damaligen Vereinswirt R. Böhmer gemieteten Gelände am Dalbecksbäumer Wasserturm ein. Hätten die damaligen Mitglieder in die Zukunft schauen können, dann wären sicher viele Borussen mutlos geworden, denn die Sorgen und Nöte um eine gesicherte Sportplatzanlage haben den Verein bis zum heutigen Tage begleitet und von Vorstand und Mitgliedschaft Opfer gefordert, von denen noch zu sprechen sein wird.

 

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