Tradition verpflichtet! - 1906 - 1918

 

 

                   Die ersten Jahre - 1906 bis 1918

Die Spieltätigkeit des jungen Vereins begann mit einem Wettspiel gegen den F.C. Tönisheide, der mit 4:0 geschlagen wurde. Zwei Sonntage später unternahm man die erste Reise nach Essen und konnte in einem Spiel gegen die dortige Rhenania mit 7:1 die Oberhand behalten. Die Anfangserfolge gaben dem Verein das Vertrauen in sein sportliches Können und veranlasste ihn, im Jahre 1907 um die Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband nachzusuchen, die auch gewährt wurde. Das erste Meisterschaftsspiel wurde gegen den TV Kettwig ausgetragen und endete mit 1:1. Bald darauf gab man den Sportplatz auf und spielte auf einem Behelfsplatz an der unteren Wülfrather Straße. Im herbst 1907 konnte aber schon wieder ein einwandfreier Spielplatz von den Erben Riegels an der Heidestraße gepachtet werden. Dieser Standort löste auch gleichzeitig die Frage des Vereinslokals recht glücklich, da die gewählte Gaststätte E. Riegels gleich dem Sportplatz gegen gegenüberlag. Fünf Jahre konnte die damals 25 Mitglieder diesen Platz unter zum Teil schweren persönlichen Opfer halten. Der Fußballsport kämpfte noch um seine Annerkennung und die wenigen Zuschauer, die sich zu den Spielen einfanden, verschwanden immer prompt, wenn der Kassierer den damals 10 Pfg. betragenen Unkostenbetrag einsammeln wollte. Die erste Meisterschaftsserie endet für uns mit einem guten Mittelplatz in der damaligen C-Klasse. Neben Fußball spielte man noch Faustball und unternahm auch leichtathletische Übungen. Den ersten größeren Erfolg konnte die „Borussia“ im Spieljahr 1910/1911 mit der Erringung der Meisterschaft der C-Klasse buchen, die in einem schweren Ausscheidungsspiel gegen den FC Ronsdorf mit 4:3 hart erkämpft werden musste. Wie sehr auch schon damals der Kampfgeist einer Mannschaft von Bedeutung war, zeigt die Tatsache, dass die Borussen in diesem Spiel bei Halbzeit noch mit 0:3 im Rückstand lagen. Wie immer brachten dieser sportliche Erfolg auch eine günstige Entwicklung des Verein mit sich. 



Die Mitgliederzahl stieg auf 57 und die Zahl der Mannschaften von 4 auf 5. Der Verein bestand also damals nur aus aktiven Spielern; ein Umstand den man sich heute noch kaum vorstellen kann. Nach der bereits erwähnten Meisterschaft meldet dann auch die Vereinschronik den Beitritt der ersten passiven Mitglieder. Im Jahre 1912 wurde dann erneut der Platz gewechselt und mit der Übersiedlung in das heutige Residenz-Restaurant, dass damals Familie Voß gehörte,

auch ein Wechsel des Vereinslokals wurde vorgenommen, Veranlassung zu diesem Wechsel gab die Möglichkeit, von den Erben Karrenberg ein großes Gelände für zwei Spielplätze am Schnappstüber zu erwerben. Der zweite Platz sollte ausschließlich für die inzwischen auf 25 Mann angewachsene Jugendabteilung zur Verfügung stehen. Die Jugendarbeit kann die „Borussia“ auf eine Tradition zurückblicken. Seit der Kamerad Grünscheidt etwa um 1910 diese verdienstvolle Arbeit begann und ersten Erfolge erzielen konnte, hat die Nachwuchspflege in der Borussia immer ein besondere Beachtung gefunden.

Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieg wechselte der Vorsitz im Verein wiederholt. Als Vorsitzende waren nacheinander die Sportkameraden A. Friedrichs, K. Ender und B. Hartung tätig. Beim Ausbruch des Krieges war Sportkamerad P. Köster 1.Vorsitzender. Als auch er einrücken musste, wurden die Vereingeschicke besonders von den Mitgliedern Gudde, Langenbach, Seibert, Kolleneberg, E. Düchting und G. Karrenberg gesteuert. Wieder einmal drohte der Borussia von der Sportplatzfrage her eine Gefahr. Die Anlage am Schnappstüber wurde von der Stadt eingezogen, um zu Kleingärten gemacht zu werden. Als Ersatz hierfür stellte die Stadt den Böttingerplatz zur Verfügung. In dieser Zeit fiel auch der erneute Wechsel des Vereinslokals. Im Jahre 1916 wählte man das Lokal von Otto Beuteführ, wo die „Borussia“ auch heute noch tagt. Man wird bei Vereinen nicht all zu oft auf eine solche lange Zeit einer Partnerschaft stoßen, die sicher allen Beteiligten zur Ehre gereicht.

Selbst während der schweren Kriegsjahre wurde der Spielbetrieb aufrecht gehalten.

I. Mannschaft 1916/17  Leistungsmeister der B. Klasse

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